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Von Auswanderung und Einwanderung – Thementage im Auswanderermuseum BallinStadt

Am 6. Oktober 2026 besuchten das WiPo- und das Sprachprofil der E-Phase im Rahmen der Thementage das Auswanderermuseum BallinStadt in Hamburg. Im Mittelpunkt der Exkursion standen die Geschichte der Auswanderung, persönliche Migrationsgeschichten und die Frage, wie historische und gesellschaftliche Themen anschaulich in Ausstellungen vermittelt werden können.

Auswanderermuseum 6 

Vor Ort erkundeten die Schüler*innen die auf drei Häuser verteilte Ausstellung mithilfe einer Rallye, bei der sie einen Fragebogen bearbeiteten. Dabei bot jedes Haus einen eigenen Zugang zum Thema: Während das erste Haus den historischen Ort BallinStadt und die Organisation der Auswanderung in den Mittelpunkt stellt, widmet sich das zweite Haus dem Thema Migration auf einer allgemeineren Ebene. Im dritten Haus können wechselnde Sonderausstellungen entdeckt werden.  

Besonders eindrücklich waren mehrere interaktive Stationen, an denen die Schüler*innen den Lebensweg einer exemplarischen auswandernden Person begleiteten. Anhand verschiedener Entscheidungsfragen mussten sie stellvertretend Entscheidungen treffen und konnten anschließend nachvollziehen, welche Auswirkungen diese auf den weiteren Lebensweg der Person hatten. So wurde deutlich, wie sehr Migrationsverläufe von individuellen Entscheidungen, persönlichen Lebensumständen und äußeren Bedingungen geprägt werden.

Im Anschluss an den Museumsbesuch wurden die Eindrücke und Erkenntnisse im Unterricht aufgegriffen und reflektiert. Dabei ging es nicht nur um die historische Auswanderung, sondern auch um die Gestaltung und Vermittlung von Wissen in Museen.

Aufbauend auf den Erfahrungen im Museum entwickelte das WiPo-Profil von Frau Luckow, begleitet von Herrn Puttmann und Herrn Köck, eigene Kriterien für eine gelungene Ausstellung. Welche Informationen sind besonders wichtig? Wie lassen sich Inhalte verständlich und übersichtlich präsentieren? Und wie kann eine Ausstellung das Interesse ihrer Besucher*innen wecken?

Diese Überlegungen wurden am Folgetag praktisch umgesetzt: Die Schüler*innen gestalteten innerhalb weniger Stunden eigene Tischausstellungen zu verschiedenen Einwanderungsbewegungen und -phasen der deutschen Geschichte. Thematisch beschäftigten sie sich mit der Flucht nach 1945, der Anwerbung von Gastarbeiter*innen, dem Familiennachzug, den Fluchtbewegungen im Zusammenhang mit den Jugoslawienkriegen, dem Syrischen Bürgerkrieg sowie dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Tischausstellung 5        Tischausstellung 8        Tischausstellung 2

Damit ergänzten sie eine Perspektive, die im besuchten Auswanderermuseum – wie es der Name bereits nahelegt – nicht im Mittelpunkt stand: die Einwanderung nach Deutschland. Die selbst entwickelten Kriterien dienten anschließend als Grundlage, um die verschiedenen Tischausstellungen gemeinsam zu betrachten, zu bewerten und zu reflektieren. Auf diese Weise konnten die Schüler*innen ihre theoretischen Überlegungen unmittelbar anwenden und zugleich ihre eigene Arbeit kritisch überprüfen.

Auch das Sprachprofil von Frau Petersen mit dem Profilfach Englisch nutzte die Eindrücke aus dem Museumsbesuch für ein eigenes Ausstellungsprojekt. Unter der Betreuung von Frau Detlefsen arbeiteten die Schüler*innen über mehrere Tage an einer Ausstellung, die die Auswanderung nach Amerika verdeutlichen soll.

Ausstellung Migration 1 Ausstellung Migration 3 Ausstellung Migration 4 Ausstellung Migration 6

Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich historische Hintergründe und persönliche Erfahrungen so aufbereiten lassen, dass sie für andere verständlich und interessant werden. Die Ausstellung soll künftig im Schulgebäude zu sehen sein und damit auch der gesamten Schulgemeinschaft die Möglichkeit bieten, sich mit der Geschichte der Auswanderung auseinanderzusetzen.

Ausstellung Migration 6

Die Exkursion nach BallinStadt bildete somit den Ausgangspunkt für unterschiedliche, praxisorientierte Projekte. Beide Profile setzten sich mit Migration auseinander, entwickelten eigene Zugänge zum Thema und überführten ihre Erkenntnisse in konkrete Ausstellungskonzepte. 

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