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Studienfahrt Venedig Geschichtsprofil 2026

Zwischen Lagunen und Geschichte

von Justus Thiele
Venedig 2

Am späten Sonntagabend, dem 31. Mai, begann für das Geschichtsprofil des 12. Jahrgangs die Studienfahrt nach Venedig (Sie haben keine Berechtigung zum Herunterladen.) . Vom Hamburger Hauptbahnhof aus machten wir uns mit dem ICE auf den Weg Richtung Italien. Obwohl uns eine ca. 14 stündige Anfahrt bevorstand, verging die Zeit überraschenderweise schneller als erwartet. Nach einem Umstieg in München erreichten wir schließlich Mestre. Den Ort, von dem aus wir in den nächsten Tagen Venedig erkunden sollten. Unser Hostel lag glücklicherweise nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Einige von uns hatten sich vor der Reise bereits im Internet über die Unterkunft informiert und waren, um ehrlich zu sein, nach den teilweise wenig überzeugenden Bewertungen etwas skeptisch. Diese Zweifel verschwanden allerdings unmittelbar nach der Ankunft. Nach dem Einchecken ließen wir den ersten Abend gemeinsam bei einem Abendessen ausklingen. Wer danach noch nicht müde war, gönnte sich direkt die erste italienische Pizza bei einem unscheinbaren Restaurant ganz in der Nähe unseres Hostels. Der Dienstag begann mit einer eindrucksvollen Stadtführung durch Venedig. Dabei ging es nicht nur um berühmte Bauwerke und die Geschichte Venedigs, sondern auch um die Probleme, mit denen Venedig heute zu kämpfen hat. Besonders spannend war zu sehen, wie stark der Tourismus das Leben der Einwohner beeinflusst und welche Folgen Hochwasser und steigende Lebenshaltungskosten für die Stadt haben. Im Anschluss besuchten wir die Kirche San Giorgio Maggiore, von der aus sich ein beeindruckender Blick über das Wasser und den Markusplatz bot. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Vaporetto nach Murano. Dort lernten wir die berühmte und sehr farbenfrohe Wasserstadt kennen, die bekannt für ihre Glaskunst ist. Ursprünglich stand danach noch Burano auf dem Programm. Ein Teil des Profils setzte die Fahrt dorthin fort, während der Rest die Gelegenheit nutzte, bereits nach Venedig zurückzukehren, um die Stadt selbstständig zu entdecken.
Am Mittwoch stand eines der wohl bedeutendsten Zentren Venedigs im Mittelpunkt. Zunächst besichtigten wir den Dogenpalast, der über Jahrhunderte das politische Herz der ehemaligen Seerepublik war. Anschließend besuchten wir den Markusdom, dessen prachtvolle Mosaike und außergewöhnliche Architektur einen bleibenden Eindruck hinterließen. Abschließend erkundeten wir das Museo Correr, das die Geschichte Venedigs von seinen Anfängen bis in die Neuzeit anschaulich darstellt.

Am darauffolgenden Tag begannen wir unser Programm mit einem Ausflug zur berühmten Rialtobrücke am Canal Grande. Anschließend besuchten wir die Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari, deren Architektur und zahlreiche Kunstwerke eindrucksvoll zeigen, welche kulturelle Bedeutung Venedig über Jahrhunderte besaß. Einen spannenden Kontrast dazu bot anschließend auch das Leonardo-da-Vinci-Museum, in dem wir einige seiner Erfindungen kennenlernen und ausprobieren konnten. Den gemeinsamen Programmtag ließen wir schließlich bei einem Mittagessen im Hard Rock Café und einem Ausflug zum Lido Strand ausklingen. Die meisten zog es nach dem Essen jedoch noch einmal in die Altstadt, um weitere Ecken Venedigs zu erkunden.
Dank unseres Wochentickets konnten wir Busse und Vaporetti jederzeit nutzen und waren dadurch in unserer Freizeit sehr flexibel unterwegs. Auch das Wetter spielte größtenteils mit. Zwar gab es zwischendurch immer wieder Regenschauer, insgesamt überwogen allerdings die sonnigen Stunden. Bevor wir aber die Heimreise antraten, kehrten wir ein letztes Mal gemeinsam zu unserem Lieblingsitaliener in Mestre zurück und bereiteten uns gedanklich auf eine lange Heimfahrt vor.
Schließlich erreichten wir wieder Hamburg – zwar sehr müde von der langen Rückreise, aber mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erfahrungen und jeder Menge gemeinsamer Erinnerungen. Die Studienfahrt bot uns somit die einzigartige Möglichkeit, Geschichte dort zu erleben, wo sie tatsächlich stattfand. Sie hat uns eindrucksvoll zeigen können, wie faszinierend Geschichte sein kann, wenn man die Orte, über die man sonst nur im Unterricht spricht, selbst erleben kann.

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