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Schulverein der KGST ermöglicht Theaterbesuch "Hannah Arendt - Denken in finsteren Zeiten"

Dank der großzügigen Unterstützung unseres Schulvereins konnten kürzlich zwei Oberstufenkurse sowie die Oberstufen-AG „Kunst, Kultur und Kritik" einen gemeinsamen Theaterbesuch im renommierten Thalia Theater Hamburg erleben. Das Geschichtsprofil des 13 Jahrgangs von Herrn Köck, der Philosophiekurs von Frau Kleinod aus dem gleichen Jahrgang sowie die Oberstufen-AG machten sich auf den Weg, um das eindrucksvolle Stück „Hannah Arendt – Denken in finsteren Zeiten" zu sehen.

Insgesamt erhielten so 43 Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, Theater hautnah zu erleben und sich mit den großen Fragen von Verantwortung, Denken, Widerstand und Mut in schwierigen Zeiten auseinanderzusetzen – Themen, die auch heute nichts an Aktualität verloren haben.

Gruppe 2 Gruppe 1

Besonders beeindruckend war die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller. Corinna Harfouch, auch bekannt aus der Fernsehserie "Tatort", überzeugte mit einer intensiven und nuancierten Darstellung der Hannah Arendt und zog das Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann. Interessant war hierbei, dass ihr Spiel teilweise von Originalaufnahmen Arendts aus ihrem berühmten Interview mit Günter Gaus unterbrochen beziehungsweise ergänzt wurde. Auch Oliver Mallison und André Szymanski begeisterten mit ihrem ausdrucksstarken Spiel und trugen maßgeblich zur dichten Atmosphäre des Abends bei. Von den Besuchern wurde auch das Bühnenbild gelobt, welches größtenteils aus Projektionen bestand, die auf eine schräge Spielfläche geworfen wurden. Beides lässt sich bezüglich Arendts Werk und Leben metaphorisch deuten. 

Die Inszenierung von Tom Kühnel [eine Rezension kann hier nachgelesen werden] wurde von Schülerinnen und Schülern als äußerst gelungen empfunden. Die klare, zugleich poetische Bildsprache unterstützte die inhaltliche Tiefe des Stücks und machte Arendts Gedankenwelt auf besondere Weise erlebbar. In der Nachbesprechung verdeutlichten die Schülerinnen und Schüler, dass sie durch die unterrichtliche Vorbereitung und durch den Besuch der Einführung ins Stück durch das Thalia Theater dem Werk gut folgen konnten. Kritisch hinterfragt wurde von einigen Besuchern des Abends, ob die Darstellung einer zweifelnden, ja sich fast in einer mentalen Krise befindenen, Arendt nicht zu spekulativ und ahistorisch sei und ihr Werk und Denken nicht sogar schmälere. Ebenfalls kritisch betrachteten einige Besucher die Darstellung Eichmanns, der zwar ganz nach Arendts Werk "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen" als eher banal, ungefährlich und lächerlich dargestellt wurde, wir aber heutzutage wissen, dass dieser Mann klarer Antisemit und sich seiner Rolle im Holocaust entgegen seiner Aussagen im Prozess sehr bewusst war.  

Einfürhung 1 Einführung 2

Für unsere Schülerinnen und Schüler war dieser Theaterbesuch ein kulturelles Highlight und auch eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht. Solche Erfahrungen fördern das kritische Denken, regen zum Austausch an und zeigen, wie lebendig Geschichte und Philosophie sein können.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Schulverein, der dieses besondere Erlebnis möglich gemacht hat. Wir freuen uns schon auf weitere gemeinsame kulturelle Unternehmungen!

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