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Leonce und Lena

Leonce und Lena In ihrer nun schon 6. Spielzeit präsentiert die KGSTheater-AG das Stück

„Leonce und Lena – Florence, Theo und die anderen“

von Marlene Skala

Aufführungen: Montag, d. 27. Mai und Dienstag, d. 28. Mai 2019, jeweils um 19.30 Uhr in der Mensa der KGST

zum Trailer...

 

„Mein Leben gähnt mich an wie ein weißer Bogen Papier.“

Prinz Leonce vom Königreich Popo langweilt sich furchtbar und ist der Meinung, dass das Leben ihm nichts mehr zu bieten hat. Er trennt sich von seiner schönen Mätresse Rosetta, denn die Liebe mit ihr langweilt ihn. Da schafft sein Vater, König Peter, plötzlich vollendete Tatsachen und möchte, dass sein Sohn die Prinzessin Lena vom Königreich Pipi heiratet und die Regierungsgeschäfte übernimmt. Das gefällt Leonce jedoch in keiner Weise und er flieht mit seinem vertrauten Diener Valerio, Lebenskünstler und Genussmensch, nach Süden.

Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi ereilt ein ähnliches Schicksal und auch sie flieht mit ihrer Gouvernante vom Hofe, als sie erfährt, dass sie einen Mann heiraten soll, den sie gar nicht kennt und also auch nicht liebt. Die Gouvernante ist eine romantische Träumerin und ersehnt sich sowohl für sich als auch für ihre Herrin ein romantisches (Liebes-)abenteuer.

Zufällig begegnen sich die vier auf ihrer Flucht und Leonce und Lena verlieben sich auf den ersten Blick ineinander, ohne voneinander zu wissen, wer sie eigentlich sind. Leonce denkt nun, er könne nichts Schöneres mehr in seinem Leben erfahren und will sich in den Tod stürzen. Das verhindert der bodenständige Valerio und schlägt Leonce stattdessen vor, mit Lena an den Hof zurückzukehren, zu heiraten, die Macht zu übernehmen und nach eigenen Vorstellungen das Leben zu genießen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...

„Georg Büchners Stück ‚Leonce und Lena’ von 1836 ist eine böse Satire auf den Absolutismus mit seinen starren Formen und ‚Luxusproblemen’. Gleichzeitig ist ‚Leonce und Lena’ eine (...) Auseinandersetzung mit romantischen Idealvorstellungen von der Liebe und außerdem noch eine (...) Parabel über die Unfreiheit des Menschen. (...).“

Auch Florence, Theo, und die anderen, die modernen Begleitfiguren von Leonce und Lena, setzen sich damit auseinander. „Sie kommentieren und interpretieren ihre Vorgänger aus dem 19. Jahrhundert: (...) Sind sie selbst freier als Leonce und Lena oder genauso ferngesteuert? Könnten sie auch anders oder glauben sie schon, dass sie wollen, was sie ohnehin müssen? (...) Die Chorfiguren (...) wissen scheinbar, wo es langgeht. Dabei repräsentieren sie unterschiedliche Einstellungen zum Leben und auch zu den Einstellungen von Leonce und Lena, die sie kommentieren und zu denen sie Deutungsvorschläge machen. (Aus der Einführung zum Stück von Marlene Skala).

Mit großem Engagement haben sich die Schülerinnen und Schüler des 10.-13. Jahrgangs sowohl mit dem klassischen Text von Büchner als auch mit der modernen Adaption von Marlene Skala auseinandergesetzt und erfahren, wie komplex das Stück von Büchner ist und welche zahlreichen Fragen das Stück aufwirft. Dabei haben sie eine große Menge Text gelernt und verarbeitet, viele Spielideen entwickelt und freuen sich nun, ihre Interpretation dieses Theaterstücks präsentieren zu können.

Einen kleinen Ausschnitt zeigt dieser Trailer zum Stück:

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