Kennenlernfahrt nach Berlin - www.kgs-tornesch.de

Schul-Logo Klaus-Groth-Schule Tornesch

Gemeinschaftsschule mit Oberstufe

www.kgs-tornesch.de / 8: Aktuelles > Kennenlernfahrt nach Berlin
.

Kennenlernfahrt nach Berlin

Unsere Kennenlernfahrt des 11. Jahrgangs führte uns nach Berlin – eine Reise, die uns als Bio-Profil enger zusammengeschweißt hat.

Bio E Berlin 7

Die Anreise begann am Hamburger Hauptbahnhof. Dort trafen wir uns und stellten schnell fest, dass es ein kleines Problem mit der Sitzplatzreservierung im FlixTrain gab: Wir waren im gesamten Zug verteilt. Mit Humor und etwas Organisation fanden wir jedoch eine Lösung. In Berlin-Spandau mussten wir umsteigen – leider schafften es einige nicht rechtzeitig auszusteigen. Die Situation sorgte kurzzeitig für angespannte Stimmung, zumal eine unserer Profilehrkräfte von einem Schaffner recht lautstark zurechtgewiesen wurde. Trotz des verärgerten Schaffners haben es dann irgendwie doch noch alle geschafft aus dem Zug, der wieder stehen geblieben ist, auszusteigen. Die Rückreise nach Hamburg verlief dagegen deutlich entspannter: Dort entsprach die Sitzplatzreservierung genau der Buchung.

Der erste Tag stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit der dunklen Geschichte Deutschlands. Wir besuchten das Haus der Wannsee-Konferenz. Die Villa erreichten wir teilweise zu Fuß, mussten aber auch einige Stationen mit dem Bus fahren. Aufgrund des glatten Wetters war besondere Aufmerksamkeit geboten, damit niemand ausrutschte und sich verletzte. In der Gedenkstätte erkundeten wir die Ausstellung eigenständig, da kein geführter Rundgang stattfand. Durch Texte, Bilder und Originaldokumente setzten wir uns intensiv mit der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 auseinander und erfuhren, wie systematische Verfolgung und Ermordung organisiert wurden. Die sachliche Sprache der Protokolle sowie der historische Ort selbst wirkten sehr nachdenklich stimmend. Den Besuch hatten wir bereits in der Woche zuvor während der schulischen Thementage intensiv vorbereitet.

Bio E Berlin 14  

Am zweiten Tag besuchten wir das Naturkundemuseum. Besonders beeindruckend war das gewaltige Dinosaurierskelett des Giraffatitan im Lichthof. Darüber hinaus bot die Ausstellung zahlreiche Einblicke in die Evolution und die Vielfalt des Lebens. Viele Inhalte knüpften direkt an unseren Unterricht an, etwa die Entwicklung des Lebens oder die Angepasstheiten von Organismen an ihre Umwelt. Es blieb ausreichend Zeit zum eigenständigen Erkunden, sodass wir spannende Informationen zu Fossilien, Mineralien und verschiedenen Tierarten sammeln konnten.

Bio E Berlin 6 Bio E Berlin 1 Bio E Berlin 4

Bio E Berlin 2 Bio E Berlin 12 Bio E Berlin 8

Im Anschluss legten wir einen kurzen Zwischenstopp am Denkmal der Berliner Mauer ein. Die erhaltenen Mauerreste verdeutlichen bis heute die deutsche Teilung und machen die Geschichte der Nachkriegszeit greifbar. Später am Brandenburger Tor nutzten wir die Gelegenheit für ein gemeinsames Profilfoto.

Bio E Berlin 13 Bio E Berlin 10 Bio E Berlin 5

In der Umgebung entdeckten wir außerdem drei Stolpersteine für Arthur, Charlotte und Meta Kroner. Sie erinnern an ihr Schicksal während des Nationalsozialismus. Arthur und Charlotte Kroner starben 1943 im Abstand von nur zwei Monaten. Sie wurden durch die Nationalsozialisten in den Tod getrieben, ihre älteste Tochter Meta bereits in den Händen der Nazi-Schergen, vergifteten sie sich in Verzweiflung und Angst vor einer Deportation selbst. Meta Kroner wurde im Februar 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Zwei ihrer jüngeren Schwestern gelang noch rechtzeitig die Flucht in die USA. Diese zufällige Entdeckung machte uns noch einmal bewusst, wie präsent Geschichte im Berliner Stadtbild ist. Siehe hierzu: https://www.stolpersteine-berlin.de/de/friedrichstr/55/meta-kroner

Bio E Berlin 16
Aber auch das Leben in der Jugendherberge sorgte für einige besondere Momente. Das Frühstück war eher schlicht, weshalb wir häufiger draußen aßen. Dafür bot die Herberge einen Keller mit Billard- und Tischtennismöglichkeiten. Wir spielten Poker, entdeckten das Kartenspiel „Bohnanza" – was thematisch erstaunlich gut zu unserem Bio-Profil passte – und verbrachten die Abende gemeinsam. Ein Highlight war die Vorführung eines selbst mitgebrachten Horrorfilms über einen Beamer – und der war gar nicht mal so gut!
Ganz reibungslos verlief der Aufenthalt allerdings nicht: Einige Zimmer waren aufgrund undichter Fenster sehr kalt, in einem Bad fehlte sogar der Duschkopf. Mitten in der Nacht mussten einige wegen eines eiskalten Zimmers noch einmal umziehen.

Bio E Berlin 3 Bio E Berlin 15

Am Tag der Abreise hielten wir uns zunächst gemeinsam in Potsdam auf. Das Profil durfte die Stadt eigenständig in Gruppen von mindestens drei Personen erkunden.
Einige von uns entschieden sich für einen spontanen Abstecher zu dem IKEA in Bahnhofsnähe – einfach aus Neugier und zum Spaß. Unsere sichtbar begeisterten Gesichter blieben einer Verkäuferin nicht verborgen; schmunzelnd dämpfte sie unsere Erwartungen mit dem Hinweis, dass es sich um eine eher kleine Filiale handele.
Tatsächlich waren wir nach einem Rundgang schneller durch als gedacht. Dennoch entdeckten wir die beliebten IKEA-Kuscheltierhunde, bestaunten Wasserhähne und Türklinken und bewunderten die ausgestellten Küchen. Natürlich durfte auch ein wenig „imaginäres Kochen" nicht fehlen.
Mit etwas Improvisation und viel Teamgeist bekam am Ende alles während der drei Tage seinen Platz – und genau das macht doch am Ende eine gute Kennenlernfahrt aus!

Dieser Artikel wurde bereits 5 mal angesehen.

Untermenü

Powered by Papoo 2012
1882962 Besucher