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Geschichtsprofil 13 auf Exkursion in Berlin – Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Vom 4. bis 5. Februar reiste das Geschichtsprofil des 13. Jahrgangs, begleitet von Frau Busch und Herrn Köck, nach Berlin. Trotz eisiger Temperaturen – und einer mehr als zweistündigen Verspätung bei der Anreise (vielen Dank an die Deutsche Bahn) – startete die Gruppe direkt nach der Ankunft in ein intensives und bewegendes Programm.

Gleich zu Beginn erkundeten wir zentrale Orte der deutschen Geschichte und Gegenwart: den Deutscher Bundestag, das Brandenburger Tor sowie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Bundestag 

Interessant war auch der Besuch des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, das an die oft vergessenen Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Zwischen Betonstelen, historischen Informationen und stillen Momenten wurde Geschichte hier greifbar.

Im Anschluss besuchten wir die Ausstellung der Topographie des Terrors. Am historischen Ort – auf dem ehemaligen Gelände von Gestapo und SS – setzten wir uns intensiv mit den Strukturen des nationalsozialistischen Terrors auseinander.

Eine Führung durch das Jüdisches Museum Berlin vertiefte diese Perspektive. Neben historischen Exponaten beeindruckte vor allem die Architektur des Gebäudes, die Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern auch emotional erfahrbar macht.

Den ersten Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Pizzaessen ausklingen – eine willkommene Gelegenheit, die vielen Eindrücke zu besprechen.

Am Donnerstag stand die Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte im Mittelpunkt. Im Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erhielten wir eine Führung durch das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis. Besonders eindrücklich waren die Berichte über Haftbedingungen, Verhörmethoden und die psychologischen Mechanismen der Einschüchterung. Hier wurde deutlich, wie Überwachung und Repression das Leben in einer Diktatur bestimmten.

 Hohenschönhausen 1 Hohenschönhausen

Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir das Stasi-Unterlagen-Archiv. Dort bekamen wir Einblicke in die Arbeit mit Originalakten, lernten, wie zerrissene Dokumente rekonstruiert werden, und arbeiteten selbst an einem Fallbeispiel. Die konkrete Auseinandersetzung mit Quellen machte Geschichte besonders anschaulich und zeigte, wie wichtig Aufarbeitung und Transparenz für eine demokratische Gesellschaft sind.

  Stasi Archiv Akten

Leider blieb uns auch auf der Rückfahrt ein weiteres Kapitel „Bahnabenteuer" nicht erspart, sodass wir erst gegen halb eins nachts – erschöpft, aber voller neuer Eindrücke – wieder in Tornesch ankamen.

Die Exkursion nach Berlin war intensiv, lehrreich und in vielerlei Hinsicht bewegend. Zwischen Holocaust-Gedenken, NS-Terror, DDR-Diktatur und parlamentarischer Demokratie wurde deutlich, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft sind.

Solche Fahrten zeigen, wie lebendig und relevant Geschichtsunterricht sein kann. Für unsere Schülerinnen und Schüler war es eine eindrucksvolle Erfahrung, die sicherlich noch lange nachwirkt – fachlich wie persönlich.

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