Schulprogramm - www.kgs-tornesch.de

Klaus-Groth-Schule Tornesch

Gemeinschaftsschule mit Oberstufe

.

Schulprogramm

der

Klaus-Groth-Schule

Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe

des Schulverbandes Tornesch-Uetersen in Tornesch

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Präambel

2. Bestandsaufnahme

2.1 Daten und Fakten

 

2.2 Angebote und Organisation des Unterrichts

2.2.0 Leistungsbewertung -  die Ü-Skala

2.2.1  Gemeinsamer Unterricht

2.2.2  Integrationsklassen

2.2.3  Klassenlehrerteam

2.2.4  Weltkunde und Naturwissenschaften

2.2.5 Unterricht nach der Kontingentstundentafel ab dem Schuljahr 2010/2011

2.2.6 Deutsch, Englisch, Mathematik - die Eigenlernzeit

2.2.7 Demokratie lernen im Klassenrat ab Klasse 5

2.2.8 Legasthenie

2.2.9  Wahlpflichtfach I

2.2.10  Äußere Leistungsdifferenzierung

2.2.11  Wahlpflichtfach 2

2.2.12  Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum mittleren Abschluss

2.3 Hochbegabung

 

2.4 Zukunftsschule

 

2.5 Berufsorientierung

 

2.6 Vorhabenwochen

 

2.7 Schulkultur

 

2.7.1 Kompetenzerwerb neben dem Schulunterricht

2.7.2 Internationales Jugendprogramm

2.7.3 Konfliktlotsen

2.7.4 Die Bus-Engel

2.7.5 Erste-Hilfe-Konzept

2.7.6 Suchtcurriculum

 

2.8 Ganztagsschule

 

2.8.1 Offener Anfang

2.8.2 Mensa

2.8.3 Schulsozialarbeit im Jugendzentrum

2.8.4 Mittagsfreizeit (MFZ)

2.8.5 Arbeitsgemeinschaften

2.8.6 Ausbildungsschule

 

2.9 Mitwirkung und Zusammenarbeit

 

2.9.1 Schülermitwirkung

2.9.2 Einbeziehung der Eltern

2.9.3 Zusammenarbeit mit Förderzentren

2.9.4. Zusammenarbeit mit anderen Partnern

Download des Schulprogramms hier...
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1.  Präambel (Vorwort und Leitbild)

Vorwort

 Im Schulgesetz des Landes Schleswig-Holstein ist geregelt, dass sich „die Schule zur Ausgestaltung ihrer pädagogischen Arbeit und des Schullebens ein Schulprogramm" gibt (§ 3 SchG). Maßstab hierfür sind die Bildungs- und Erziehungsziele, die in § 4 des Schulgesetzes geregelt sind.

 Aus dieser Verpflichtung erwachsend, ist das Schulprogramm der Klaus-Groth-Schule entstanden. An dessen Entstehung waren die Schülerschaft, Eltern, die schulischen Sozialpädagogen und die Lehrkräfte unserer Schule beteiligt. Wir sind uns bewusst, dass dieses Schulprogramm immer einen fortwährenden Prozess darstellt. Unser Schulprogramm ist ein Arbeitsprogramm und zeigt auf, wo die Klaus-Groth-Schule zurzeit steht, wo Entwicklungspotentiale sind und wie diese Ziele realisiert werden sollen.

 Leitbild der Klaus-Groth-Schule

 Die Klaus-Groth-Schule ist als Bildungseinrichtung Lern- und Lebensraum für ihre Schülerinnen und Schüler sowie Arbeitsstätte ihrer Lehrkräfte und der übrigen Beschäftigten.

 An der Klaus-Groth-Schule wird den Schülerinnen und Schülern - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und der eigenen Befähigung - die Möglichkeit gegeben, einen qualifizierten Schulabschluss zu erlangen.

 Ziele sind,

 ... jeden Schüler bzw. jede Schülerin zu einem qualifizierten Schulabschluss zu führen.

  • ... hierbei die persönlichen Fähigkeiten jedes Schülers bzw. jeder Schülerin zu berücksichtigen, um individuell fördern oder fordern zu können.
  • ... dass weiterhin alle Schülerinnen und Schüler zu einem demokratischen und sozialen Miteinander befähigt werden sollen.
  • längeres gemeinsames Lernen.
  • eigenmotiviertes und selbstorganisiertes Lernen.

2. Bestandsaufnahme

2.1 Daten und Fakten

 Die Klaus-Groth-Schule gehört zum Schulverband Tornesch-Uetersen. Sie ist in der Sekundarstufe I grundsätzlich 7-zügig (Im Schuljahr 2010/2011 einmalig im aufwachsenden Jahrgang 8-zügig). Die Sekundarstufe II ist 3- bis 4-zügig.

 Die Schule wurde im Schuljahr 2003/2004 als Kooperative Gesamtschule gegründet und ist seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe. Rund 1.200 Schülerinnen und Schüler besuchen diese Schule.

Die Schülerinnen und Schüler stammen vornehmlich aus den Städten Tornesch und Uetersen.

 Seit dem Schuljahr 2007/2008 werden alle Schülerinnen und Schüler in eine gemeinsame Orientierungsstufe eingeschult, die sich im Idealfall zu gleichen Teilen aus allen Schulartempfehlungen zusammensetzt.

Alle Schülerinnen und Schüler, die seit dem Schuljahr 2008/2009 in der Schule beschult werden, werden nicht mehr in Schulartklassen aufgeteilt, sondern im Rahmen der Veränderung zur Gemeinschaftsschule durchgehend gemeinsam unterrichtet.

Die nach oben auslaufende Kooperative Gesamtschule teilt sich in 2 Hauptschulklassen, 3 Realschulklassen und 2 Gymnasialklassen.

 An der Klaus-Groth-Schule werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zum Hauptschulabschluss, zum mittleren Abschluss (ehemals Realschulabschluss), zur Fachhochschulreife und zum Abitur geführt.

 Für alle Schülerinnen und Schüler ist das Lehrerkollegium schulartunabhängig zuständig und es gibt eine gemeinsame Schulleitung.

 Zurzeit unterrichten an der Klaus-Groth-Schule ca. 90 Lehrkräfte. Weiterhin werden wir von 2 Sozialpädagogen, 2 Schulsekretärinnen und 4 Hausmeistern unterstützt.

 Die Schulleitung setzt sich aus folgenden Funktionen zusammen:

 

Schulleiter/in

stellv. Schulleiter/i

Koordinator/in Jahrgang 5/6

Koordinator/in Jahrgang 7/8

Koordinator/in Jahrgang 9/10

Koordinator/in für didaktische Angelegenheiten

Oberstufenleiter/in

 

2.2 Angebote und Organisation des Unterrichts

 

Ab dem Schuljahr 2010/2011 gilt für die Klaus-Groth-Schule die Gemeinschaftsschulverordnung.

 

2.2.0 Leistungsbewertung -  die Ü-Skala

 Ab dem Schuljahr 2010/011 gilt - entsprechend der Gemeinschaftsschulverordnung -eine achtstufige Zensurenskala.

 Jahrgangsstufe 5 und 6

2.2.1 Gemeinsamer Unterricht

 Die Erfahrung vieler Länder zeigt, dass die Integration von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen am besten in Schulen gelingt, die alle unabhängig ihrer sozialen Herkunft und ihrer Leistungsfähigkeit beschulen. Unter solchen Bedingungen können Kinder mit besonderen Bedürfnissen die besten Lernfortschritte und die beste soziale Integration erreichen.

 Insofern gibt es an der Klaus-Groth-Schule einen gemeinsamen Unterricht in den Klassenstufen 5 und 6. Schülerinnen und Schüler, die ab dem Schuljahr 2008/09 eingeschult worden sind, werden auch bis spätestens zum Eintritt in die Oberstufe schulartunabhängig unterrichtet.

 2.2.2  Integrationsklassen

 In den Jahrgängen 5 - 9 gibt es zurzeit mindestens eine Integrationsklasse, in der Kinder mit offiziell anerkanntem Förderbedarf gemeinsam mit anderen beschult werden. Im Rahmen der Möglichkeiten erhalten diese Klassen neben den landesrechtlich vorgeschriebenen Hilfen weitere Doppelbesetzungen.

2.2.3  Klassenlehrerteam

 Die Klassen werden in der Orientierungsstufe von einem Klassenlehrerteam geleitet. Die Klassenlehrkräfte sollten in der Regel ihren Unterrichtsschwerpunkt in der Klasse haben und eng zusammen arbeiten.

Das Klassenlehrerteam sollte grundsätzlich so lange gemeinsam arbeiten, wie dieses aufgrund der Personalstärke möglich ist. Um eine möglichst intensive Phase der persönlichen Betreuung zu gewährleisten, sollte die Klassenlehrerschaft einer der beiden Klassenlehrkräfte möglichst lange andauern.

 2.2.4  Weltkunde und Naturwissenschaften

 Die Fächer Weltkunde und Naturwissenschaften verbinden einzelne Fächer und bieten somit die organisatorisch problemlose Möglichkeit eines fächerübergreifenden Unterrichts.

Im Fach Weltkunde werden die Fächer Erdkunde, Geschichte und Wirtschaft/Politik integriert unterrichtet. Das Fach orientiert sich an den Kernproblemen unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit, es sollen Zusammenhänge erkannt und vernetztes Denken  geschult werden. Weltkunde wird an der Klaus-Groth-Schule beginnend mit der 5. Klasse ohne äußere Differenzierung unterrichtet.

 Im Fach Naturwissenschaften werden naturwissenschaftliche Phänomene mit den Methoden der Fachwissenschaften Biologie, Chemie und Physik behandelt. Ziel dieses Unterrichtes ist es, ein positives Mensch und Naturverhältnis aufzubauen, um menschengerecht und naturverträglich handeln zu können.

 Naturwissenschaften wird an der Klaus-Groth-Schule vom 5. bis zum 7. Jahrgang unterrichtet. Danach gliedert es sich wieder in die einzelnen Fachbereiche auf.

 2.2.5 Unterricht nach der Kontingentstundentafel ab dem Schuljahr 2010/2011

Aufgrund der sogenannten Kontingentstundentafel ergibt sich folgende Stundentafel:

Die Kontingentstundentafel in Jahrgang 5 und 6:

 

Jg.

Eigen-lernzeit

Deutsch

Mathe-matik

Englisch

NaWi

WK

Rel

Sport

Musik

Kunst

AWV

KR

Std.

5

3

4

4

4

4

3

1

3

2

2

in KR ÄstBi

1

31

6

3

4

4

4

3

4

1

3

2

2

in KR ÄstBi

1

31

zus

6

8

8

8

7

7

2

6

4

4

--

2

62

AWV =  Arbeit, Wirtschaft, Verbraucherlehre

ÄstBi =  Fächer aus dem Bereich Ästhetische Bildung

KR =     Klassenrat

 

2.2.6 Deutsch, Englisch, Mathematik - die Eigenlernzeit

An das vierstündige Kontingent der Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik wird ein dreistündiger Block ‚Eigenlernzeit' gekoppelt. Dieser Block dient ausdrücklich der Differenzierung und individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler. Er ist als Ergänzung des Deutsch-, Englisch- und Mathematikunterrichts zu verstehen und dient u.a. dafür, Lerninhalte nach eigener Fähigkeit und eigenem Tempo zu üben, zu festigen, zu wiederholen, nachzuholen oder sich besonderer, weiterführender Aufgaben zu widmen. Während dieses Blocks wird nicht frontal unterrichtet, sondern werden individualisierende Lernformen verbindlich eingesetzt.

Der Block Eigenlernzeit im 5. und 6. Jahrgang sollte die Grundlagen für ein individualisiertes und selbstständiges Lernen legen. Soweit hierzu dienliche Arbeits- und Organisationsstrukturen nicht schon in der Grundschule eingeübt wurden, geschieht dies in diesem Block. Da die Vorerfahrungen der SchülerInnen zum Teil sehr unterschiedlich sind, wird das eigenständige Lernen gründlich und langsam aufgebaut.

 Organisation der Eigenlernzeit

  • Die Eigenlernzeit umfasst drei Wochenstunden.
  • In der Eigenlernzeit werden die Fachlehrkräfte für Deutsch, Englisch und Mathematik der jeweiligen Klassen eingesetzt (gilt nicht grundsätzlich für die I-Klassen).  Nach einem besonderen Training, das von den Klassenlehrerkräften in Absprache mit den Fachlehrerkräften (Deutsch, Mathematik, Englisch) durchgeführt wird und in dem die Schülerinnen und Schüler im Verhalten und der Organisation der Eigenlernzeit geschult werden, können Flur und andere Räume mitgenutzt werden. Dies geschieht nur, wenn die Schülerinnen und Schüler befähigt sind, angemessen mit dieser offenen Lernform umzugehen.
  • Wochenplanmaterial, d.h. Übungsmaterial, wird von den FachlehrerInnen erstellt. Es besteht die Möglichkeit, individuelle Wochenpläne zu erstellen (Schwerpunkte/Zusatzaufgaben).
  • Der Arbeitsplan enthält einen Pflichtteil und einen Zusatzteil, umfasst Wiederholungsthemen, kann an die aktuelle Unterrichtssituation angelehnt sein, beinhaltet auch Zusatzstoff für die schnellen/guten SchülerInnen. Die betreuenden Lehrkräfte sind in diesen Stunden Lernberater und Organisatoren (Räumlichkeiten, Material, CD-Player usw.).
  • Für die Eigenlernzeit führt jeder Schüler/jede Schülerin eine eigens dafür angelegte Mappe, in der die Wochenpläne abgeheftet werden. Die LRS-Förderung wird i.d.R. parallel zur Eigenlernzeit angeboten.

2.2.7  Demokratie lernen im Klassenrat ab Klasse 5

 Ein Leitziel der Schule ist es, alle Schülerinnen und Schüler zu einem demokratischen und sozialen Miteinander zu befähigen. Diese Ansätze werden maßgeblich im „Klassenrat" behandelt.

Für diesen Unterricht ist ein fester Platz im wöchentlichen Stundeplan vorgesehen und wird von der Klassenlehrkraft oder beiden Klassenlehrkräften begleitet.

Hier bietet sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Angelegenheiten eigenständig zu beraten und zu entscheiden. Damit ist der Klassenrat die Keimzelle eines Demokratisierungsprozesses an unserer Schule.

Der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin sind gleichberechtigte Teilnehmer, sie wirken unterstützend, am Anfang mehr, später nehmen sie sich immer weiter zurück. Die Einführung von ritualisierten Abläufen und Handlungen sowie die Umsetzung des Selbstwirksamkeitsprinzips sind Leitgedanken. Dieses Prinzip ist die Basis für die Entwicklung von demokratischen Strukturen an unserer Schule. Inhaltlich geht es in erster Linie um Alltagsbelange, Mitgestaltung der Klassen- und Schulangelegenheiten sowie um Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen. Feste Strukturen und Rituale bilden das Fundament bei der Durchführung und Organisation des Klassenrats.

2.2.8 Legasthenie

Schülerinnen und Schüler, die anerkannte Legastheniker sind, erhalten an der Klaus-Groth-Schule in Kleingruppen Förderung durch Lehrkräfte.

Die Feststellung der Legasthenie erfolgt im Wesentlichen in der Schule durch speziell geschulte Lehrkräfte.

Jahrgangsstufe 7 - 8

2.2.9  Wahlpflichtfach I

Ab dem 7. Jahrgang wählen die Schülerinnen und Schüler aus einem Fächerangebot nach Interesse und Neigung ein weiteres Fach.  Dieses Fachangebot umfasst zurzeit:

  • Französisch
  • Spanisch
  • Wirtschaftslehre
  • Technik
  • Gestalten

Das Wahlpflichtfach wird mit 4 Wochenstunden unterrichtet. Schülerinnen und Schüler, die den Übergang in die Sekundarstufe II anstreben, dürfen dieses Fach nicht wechseln.

Im Jahrgang 7 werden folgende Fächer im Klassenverband erteilt:

  • Deutsch
  • Naturwissenschaften
  • Weltkunde
  • Musik / Kunst
  • Sport
  • Religion

2.2.10  Äußere Leistungsdifferenzierung

Die äußere Leistungsdifferenzierung ist eine der Organisationsformen, mit der an der Klaus-Groth-Schule das Leitziel der individuellen Förderung und Forderung einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers zu erreichen versucht wird. Sie trägt außerdem maßgeblich zu der angestrebten Durchlässigkeit zwischen den Schularten in der noch bestehenden Kooperativen Gesamtschule bei.

In den Fächern Mathematik und Englisch werden ab Klasse 7 Kurse auf drei Anforderungsniveaus gebildet. Das A-Niveau ist das Niveau mit den grundlegenden Anforderungen, das B-Niveau mit den erweiterten Anforderungen und das C-Niveau mit den höheren Anforderungen.

Für das Fach Deutsch werden ab Klasse 8 Kurse auf drei Anforderungsniveaus gebildet.

Ab dem 8. Schuljahr werden die Fächer Physik, Chemie und Biologie im Klassenverband unterrichtet.

Jahrgangsstufen 9 und 10

2.2.11  Wahlpflichtfach 2

Der leistungsdifferenzierende Unterricht nimmt im Wahlpflichtbereich durch persönliche Schwerpunktsetzung zu. Ab dem 9. Jahrgang wählen die Schülerinnen und Schüler ein zweites Wahlpflichtfach, das 2-stündig  unterrichtet wird. Zurzeit sind das an der Klaus-Groth-Schule: Haushaltslehre, Französisch, Kunst, Musik, Naturwissenschaften (Schwerpunkt Biologie), Techniklehre und Sport.

2.2.12  Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum mittleren Abschluss

Am Ende von Klassenstufe 9 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an der Hauptschulabschlussprüfung teil, die den Hauptschulabschluss anstreben. Ferner ist eine Verpflichtung zur Teilnahme durch die Klassenkonferenz für andere Schülerinnen und Schüler möglich, wenn das Erreichen des mittleren Abschlusses gefährdet erscheint.

Am Ende von Klassenstufe 10 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an der Abschlussprüfung zum mittleren Abschluss teil, die den Realschulabschluss anstreben. Ferner ist eine Verpflichtung zur Teilnahme durch die Klassenkonferenz für andere Schülerinnen und Schüler möglich, wenn das Erreichen der allgemeinen Hochschulreife gefährdet erscheint.

Klasse 11 - 13 in der Sekundarstufe II

Mit Eintritt in die Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler ihren Neigungen und Begabungen entsprechende Schwerpunkte, so genannte Profile, wählen. Neben dem Unterricht in den grundlegenden Fächern wie Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen, den Natur- und Gesellschaftswissenschaften, den musischen Fächern und Sport haben die Schülerinnen und Schüler hier die Gelegenheit, fächerübergreifend und themenorientiert zu lernen.

Der Unterricht findet generell im Klassenverband statt, nur in den Fremdsprachen sowie in Religion, Philosophie, Kunst und Musik können klassenübergreifende Kurse gebildet werden.

Auch für Schülerinnen und Schüler mit einem guten oder sehr guten Realschulabschluss besteht die Möglichkeit, in der Oberstufe aufgenommen zu werden. Die KGST bietet deshalb die Möglichkeit, Spanisch als neubeginnende Fremdsprache durchgehend bis zum Abitur zu belegen.

Zurzeit werden an der Klaus-Groth-Schule folgende Profile angeboten:

  1. naturwissenschaftliches Profil mit dem Profil gebenden Fach (PgF) Biologie
  2. gesellschaftswissenschaftliches Profil mit dem PgF Geschichte
  3. gesellschaftswissenschaftliches Profil mit dem PgF Erdkunde
  4. sprachliches Profil mit dem PgF Englisch

2.3 Hochbegabung

nähere Informationen ...

2.4 Zukunftsschule

Schulen, die sich in besonders interessanten und innovativen Projekten engagieren, können sich um die Auszeichnung Zukunftsschule.SH beim Ministerium bewerben.

Die Klaus-Groth-Schule ist seit 2007 eine der ausgezeichneten Zukunftsschulen Schleswig-Holsteins.

Im Rahmen dieses Projektes werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf die Herausforderung unserer Welt von morgen vorbereitet und setzen sich praxisnah mit der Vermittlung, was zukunftsfähiges Handeln bedeutet, auseinander.

Die Klaus-Groth-Schule führte seit dem Schuljahr 2007/2008 verschiedene Aktionen und Projekte durch.

Diese waren z.B.:

  • Patenschaft mit dem Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube
  • Umweltprojekt „Lebendige Elbe"
  • Mülltrennung innerhalb der Klassen und auf dem Schulhof
  • Suchtcurriculum (kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht)
  • Teilnahme: „Schüler experimentieren"/„Jugend forscht"

2.5 Berufsorientierung

Das Curriculum „Berufsorientierung " der Klaus-Groth-Schule schafft die Grundlagen, dass jede Schülerin und jeder Schüler frühzeitig einen Einblick in die vielfältige Berufswelt erhält, gründlich auf die Berufswahlentscheidung vorbereitet, beim Übergang in die Berufsausbildung begleitet und unterstützt wird. Die Schule vermittelt und fördert die dafür notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Arbeitshaltungen.

Das Curriculum  beginnt bereits im 5. Jahrgang mit dem Haushaltspass. Schwerpunkte des Curriculums sind neben der Vorhabenwoche „Berufsorientierung" im 8. Jahrgang, die einen ersten Einblick in die Berufswelt ermöglicht. Im Jahrgang 9 erfolgt ein intensiver Kontakt mit der Agentur für Arbeit und anderen Trägern. Hier wird ein Besuch des BIZ und ein Bewerbungstraining absolviert. Die Betriebspraktika finden in den Klassenstufen 8 und 9 sowie das Wirtschaftspraktikum im 12. Jahrgang statt.

In den Jahrgängen 11 bis 13 wird das Thema Berufsorientierung durch vielfältige Maßnahmen zur Studienorientierung ergänzt. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit werden den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten geboten, sich zu informieren, ihre Neigungen und Kompetenzen zu erkunden sowie individuelle Beratungen zu erhalten.

Darüber hinaus sind Maßnahmen und Veranstaltungen von externen Organisationen in das Curriculum eingearbeitet. So erhalten unsere Schülerinnen und Schüler Unterstützung durch verschiedene Angebote der Agentur für Arbeit, durch ein externes Bewerbungstraining der Krankenkassen und durch den Besuch der Berufswahlmesse, auf der ortsansässige Firmen vielfältige Berufe präsentieren und Kontakte zu Ausbildungsleitern ermöglichen.

2.6 Vorhabenwochen

Die Organisation und Betreuung der Projektarbeit, die in drei Vorhabenwochen pro Schuljahr verankert ist, liegt in den Händen der Klassenlehrer. In diesen Wochen wird eigenständiges, selbstbestimmtes Lernen gefördert. Es wird in kleinen Gruppen innerhalb des Jahrgangs bei Aufhebung des Stundenplans gearbeitet. Ein Schwerpunkt der Vorhabenwochen ist das gezielte Aufsuchen von außerschulischen Lernorten z. B. Museen, Betriebe, Suchtberatungsstelle.

Jeder Jahrgang bearbeitet ein gemeinsames Thema, das für alle verbindlich ist. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurde ein thematisches Curriculum entwickelt, das sowohl Betriebspraktika und Klassenfahrten als auch soziales Lernen und unterrichtsnahe Themen beinhaltet.

Präsentationen von Ergebnissen können sowohl im Rahmen eines Elternabends (z.B.  Orientierungsfahrten), klassenintern mit oder ohne Eltern oder auch öffentlich vor einem größeren Publikum erfolgen. Die genaue Form der Präsentation wird von den Schülern und Tutoren des jeweiligen Jahrgangsteams festgelegt.

Jahrgang 5 und 6

Die Fortsetzung des Methodencurriculums bildet einen Schwerpunkt der Arbeit in den Vorhabenwochen der Jahrgänge 5 und 6.

Themen der Vorhabenwochen...

2.7 Schulkultur

2.7.1. Kompetenzerwerb neben dem Schulunterricht

Die KGST legt großen Wert auf demokratische Strukturen und ein aktives Mitgestalten der Schülerinnen und Schüler am Schulleben. Dies zeigt sich nicht nur während des Unterrichts (z. B. in der Klassenratsstunde), sondern auch im außerunterrichtlichen Bereich, im Unterricht an anderen Lernorten. Die Schule bietet den Schülerinnen und Schülern verschiedene Angebote, Schule aktiv mitzugestalten und eigene Kompetenzen zu fördern.

2.7.2. Internationales Jugendprogramm

Das Internationale Jugendprogramm ist ein auf individuelle Herausforderung gründendes Freizeitprogramm für junge Leute zwischen 14 und 25 Jahren. Das Programm bietet Möglichkeiten für Selbstverwirklichung, Abenteuer, sozialen Einsatz und die Entdeckung und Ausweitung von persönlichen Hobbys und Interessen. Hierzu wählen sich die Teilnehmer Aktivitäten in vier Programmteilen aus: Dienste, Expedition, Talente und Fitness. Das Programm verbindet die Lebensbereiche Schule und Freizeit miteinander. So können alle Programmbereiche auch innerhalb der Schule abgedeckt werden. Zur Wahl stehen die Programmstufen Bronze (ab 14 J.), Silber (ab 15 J.), Gold (ab 16 J.).

2.7.3. Konfliktlotsen

In jedem Jahr werden interessierte Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrganges zu Konfliktlotsen ausgebildet. Sie treffen sich in ihrer Freizeit über einen Zeitraum von einem halben Jahr, um sich auf die Aufgabe vorzubereiten, für ihre Mitschüler Ansprechpartner bei Problemen und Konflikten zu sein.

Verschiedene Inhalte, wie z. B. Gesprächsregeln, aktives Zuhören, Klärung von Sichtweisen, das Eisbergmodell, das 4-Ohren-Modell, usw. sind Bestandteile der Ausbildung. Die ausgebildeten Konfliktlotsen haben gemeinsam mit den Schulsanitätern einen Gruppenraum, wo sie in den Pausen für alle Mitschülerinnen und Mitschüler bei Problemen oder Streitigkeiten zur Verfügung stehen.

2.7.4. Die Bus-Engel

Die Bus-Engel sind ein Projekt in Kooperation zwischen dem Verein Bus-Engel e.V., den Schulen des Kreises, der Polizeiinspektion Pinneberg, der Schulberatung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) und der im Kreisgebiet operierenden ÖPNV-Verkehrsunternehmen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg durch den Einsatz von geschulten Jugendlichen, den "Bus-Engeln", zu erhöhen und zugleich den sich engagierenden Schülern eine Möglichkeit zur persönlichen

Weiterentwicklung durch Stärkung der sozialen Kompetenz zu bieten. An unserer Schule werden interessierte Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrganges von den Projektleitern und der örtlichen Polizei einmal im Jahr ausgebildet. Inhalte der Ausbildung sind angemessenes Verhalten in Konfliktsituationen, Gesprächsführung oder auch gewaltfreie Streitschlichtung.

2.7.5. Erste-Hilfe-Konzept

Die Schule bietet den Schülerinnen/Schülern eine regelmäßig stattfindende Erste-Hilfe-AG an, in der die Teilnehmer regelmäßig ihr erworbenes Fachwissen auffrischen, in der Praxis anwenden sowie sich selbstständig über medizinische Themen weiterbilden. Weiterhin erhalten sie hierbei auch die Gelegenheit, medizinische Berufsfelder praxisnah kennen zu lernen. In den Mittagsfreizeiten bieten jeweils ein bis zwei Ersthelfer pro Stunde im Krankenzimmer Erste-Hilfe-Dienste an. An festgelegten Schulsportveranstaltungen unterstützen Ersthelfer die Lehrkräfte, indem sie vor Ort im Bedarfsfall für Erste-Hilfe-Dienste zur Verfügung stehen.

2.7.6. Suchtcurriculum

Suchtprävention als Teil der Gesundheitsförderung besteht aus vielen kleinen, kontinuierlichen und ganzheitlich orientierten Maßnahmen und Schritten.

Daher gibt es an der Klaus-Groth-Schule ein Suchtcurriculum, das die Schüler und Schülerinnen von der fünften bis zur neunten Klasse begleitet. Die Auseinandersetzung mit dem Thema findet in Kooperation mit der örtlichen Suchtberatungsstelle statt.

Im Suchtcurriculum werden folgende Aspekte präventiv behandelt:

  • Gesunde Lebensweise - Gesundheit, Ernährung, Fitness (Thema einer Vorhabenwoche)
  • Rauchen (Theaterstück)
  • Drogen (begleitet durch die Suchtberatungsstelle)
  • Alkoholkonsum (Projekttag)
  • Alltagssüchte (u.a. Fernsehkonsum, Essgewohnheiten, Computer spielen)

2.8 Ganztagsschule

Die KGST ist eine Ganztagsschule. An 3 von 5 Tagen findet auch am Nachmittag Unterricht statt.

Aktuelle Zeitstruktur...

2.8.1. Offener Anfang

Der Schultag an der KGST beginnt um 8.00 Uhr mit dem offenen Anfang. Alle Klassenräume werden geöffnet und die Schülerinnen und Schüler können eigenständig arbeiten oder in der Mensa frühstücken.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulsozialarbeit stellen die Räume zur Verfügung, entleihen Spiele und betreuen die Kinder und Jugendlichen, die das Gespräch suchen.

2.8.2. Mensa

In einer Ganztagsschule muss es eine vernünftige Möglichkeit der Verpflegung geben. In der Klaus-Groth-Schule wird dieses durch einen von Eltern organisierten Mensaverein gewährleistet.

Den Schülerinnen und Schülern steht in der Mensa eine Räumlichkeit zur Verpflegung zur Verfügung. Von 8 - 14 Uhr gibt es ein Angebot warmer und kalter Speisen sowie von Getränken.

zur Mensa...

2.8.3. Schulsozialarbeit im Jugendzentrum

Die Schulsozialarbeit der KGS Tornesch ist im Jugendzentrum Tornesch angesiedelt. Für die vielfältigen Aufgaben im Freizeitbereich und der Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler gibt es zwei Schulsozialarbeiter, die z.B. die Angebote im Freizeitkursbereich, die Arbeitsgemeinschaften und die Mittagsfreizeitangebote koordinieren. Sie wirken im Internationalen Jugendprogramm oder bei der Ausbildung der Konfliktlotsen mit. Außerdem betreuen sie die Schülerinnen und Schüler im offenen Anfang, den Pausen und auch nach der Schule in den Räumen des Jugendzentrums. Gerade im Freizeitbereich werden sie von ehrenamtlichen Kräften unterstützt, die verschiedene Angebote wie z.B. Schmuckbasteln, Kochen oder Schach durchführen.

In dem Bereich der Beratung und Betreuung sind die beiden Mitarbeiter der Schulsozialarbeit Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern in schwierigen schulischen und auch außerschulischen Lebenssituationen. Sie betreuen die Schülerinnen und  Schüler bei Bedarf einzeln oder auch im Klassenverband. Ebenso gehört die Durchführung von Klassenprojekten zu verschiedenen Themen zu den Aufgaben der Schulsozialarbeiter.

zur Schulsozialarbeit...

2.8.4. Mittagsfreizeit (MFZ)

Die Schülerinnen und Schüler haben neben dem Mittagessen in der Mensa die Möglichkeit einer sinnvollen Pausengestaltung an den langen Schultagen. Während der Mittagsfreizeit gibt es verschiedene jahrgangsübergreifende Freizeitangebote, deren Teilnahme freiwillig ist. Auch ein gelegentlicher Besuch der Angebote ist möglich. Die verschiedenen freizeitpädagogischen Angebote werden von Lehrerinnen und Lehrern, ehrenamtlichen Kräften und älteren Schülerinnen und Schülern durchgeführt.

2.8.5. Arbeitsgemeinschaften

In den ein- oder mehrstündigen AGs können die Schülerinnen und Schüler zum Teil auch jahrgangsübergreifend verschiedene Angebote nutzen.

Die Teilnahme der Kurse ist freiwillig, sie sollten aber regelmäßig besucht werden. Aus diesen entstehen z. B. die verschiedenen Schulmannschaften oder Musikgruppen der Schule.

2.8.6  Ausbildungsschule

Die Klaus-Groth-Schule ist seit mehreren Jahren Ausbildungsschule. Die Schule bildet Lehrkräfte in Ausbildung (LiAs) nach den geltenden Ausbildungstandards mit Hilfe erfahrener und zertifizierter Ausbildungslehrkräfte aus. Die Ausbildung der LiAs erfolgt entsprechend der Richtlinien der geltenden OVP.

Die LiAs werden durch das gesamte Kollegium im Schulalltag unterstützt. Sie haben Hospitationsmöglichkeiten im gesamten Kollegium.

Jeder LiA hat mindestens 8 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht. Bei Bedarf erfolgt die Übernahme und Ausübung der Klassenlehrerfunktion.

2.9. Mitwirkung und Zusammenarbeit

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schülern und Eltern im Schulalltag ist ein wesentliches Element für einen erfolgreichen Abschluss unserer Schülerinnen und Schüler.

Mit der Schulkonferenz, den Schulelternbeiratssitzungen und den Schülerrats-Sitzungen findet an der Klaus-Groth-Schule die Zusammenarbeit der o.g. Personen regelmäßig in mehreren Gremien statt.

2.9.1 Schülermitwirkung

Die Schülerinnen und Schüler wählen aus ihrer Mitte heraus zwei Schülersprecher/innen. In regelmäßigen Abständen finden Sitzungen des Schülerrates statt, die sich aus den Klassensprecherinnen und Klassensprechern zusammensetzen.

Diese Sitzungen werden überwiegend von den Verbindungslehrkräften begleitet.

Außerdem gibt es regelmäßige Gespräche zwischen der Schulleitung und der SV.

Der SV ist in der Schule ein Raum zur alleinigen Nutzung überlassen.

2.9.2 Einbeziehung der Eltern

Die Einbeziehung der Elternarbeit durch Elternabende und Elternsprechtage ist schulgesetzlich geregelt.

Die gewählten Elternvertretungen treffen sich zudem regelmäßig zur Schulelternbeiratssitzung. Grundsätzlich wird ein Schulleitungsmitglied zu dieser Sitzung eingeladen.

Außerdem finden regelmäßig Gespräche mit der Vorsitzenden des Schuleelternbeirates statt.

2.9.3 Zusammenarbeit mit Förderzentren

Da es an der Klaus-Groth-Schule zurzeit 3 Integrationsklassen gibt, ist eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Förderzentren selbstverständlich.

Im Rahmen der Integrationsmaßnahmen finden viele Stunden in den I-Klassen in Doppelbesetzung statt.

Außerdem finden regelmäßige Gespräche mit den Schulleitungen der Förderzentren statt.

2.9.4 Zusammenarbeit mit anderen Partnern

Die Klaus-Groth-Schule arbeitet mit vielen externen Partnern zusammen. Hier sind einzelne Partner exemplarisch benannt:

  • Suchberatungsstelle
  • Agentur für Arbeit
  • Kleine Riesen
  • Hellermann&Tyton
  • Altonaer Wellpappe
  • Polizei Tornesch

 

Stand Oktober 2010

 

 

 

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